Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Filmladen, dem Votiv Kino, Gesund Kommunizieren Media und unserem Verein Second Victims veranstaltet.
Sensibilisierung über die Fachgrenzen hinaus
Dass die Karten bereits vor dem Abend restlos ausverkauft waren, belegt das große Interesse am Thema. Ein Dank gilt hierbei dem Team des Votiv Kinos für die gute Zusammenarbeit vor Ort.
Der Film selbst überzeugte durch seine sehr facettenreiche Darstellung der Charaktere. Die Figuren sind so nah an der Realität gebaut, dass man die psychische Belastung nach einem kritischen Ereignis intensiv nachempfinden kann. Dem Film gelingt es dadurch, auch Branchenfremde abzuholen und ein tiefes Verständnis für das Second-Victim-Phänomen zu schaffen. Ab dem 25. Juni ist der Film regulär in den Kinos zu sehen.
Facettenreiche Podiumsdiskussion mit klarem Konsens
Wie akut das Thema im Berufsalltag verankert ist, zeigte sich nach dem Film. Die anschließende Diskussion war für 30 Minuten angesetzt, dauerte am Ende jedoch fast 1,5 Stunden. Aufgrund der späten Uhrzeit musste die Runde schließlich beendet werden, obwohl noch viele Fragen offen waren. Die Dynamik hat gezeigt, wie viel Redebedarf in der Praxis existiert.
Unter der Moderation von Gesundheitsjournalist Martin Rümmele (Gesund Kommunizieren Media) wurden auf dem Podium verschiedene Facetten beleuchtet:
Dr. Artur Wechselberger brachte die Sichtweisen der Ärzteschaft (ÖÄK) ein.
Mag. Elisabeth Potzmann (Präsidentin des ÖGKV) sprach für den Bereich der Pflege.
Pia Kruckenhauser (Der Standard) analysierte die Rolle und Verantwortung der Medien.
Dr. Eva Potura vertrat die Perspektive des Vereins und der Second Victims.
Dabei entwickelte sich eine sehr vielschichtige Diskussion. Obwohl durch die unterschiedlichen Akteure aus Medizin, Pflege und Medien viele verschiedene Meinungen und Blickwinkel aufeinanderprallten, herrschte in den wesentlichen Kernpunkten, wie der dringenden Notwendigkeit von strukturellen Veränderungen und besserer Unterstützung, absolute Einigkeit. Dieser Austausch hat gezeigt, dass die Aufarbeitung des Second-Victim-Phänomens nur gemeinsam funktionieren kann.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und dem Publikum für den Abend!




