➢ Versuchen Sie dem Geschehenen ins Auge zu blicken und es anzuerkennen
➢ Nehmen Sie sich die Zeit für einen langsamen, sicheren Heilungsprozess
➢ Gönnen Sie sich selbst Augenblicke der Entspannung, wechseln Sie Routinearbeiten mit Hektik
und Aufregungen ab
➢ Fressen Sie Gefühle nicht in sich hinein, sondern äußern Sie diese. Lassen Sie auch ihren Partner
und ihre Kinder an ihrem Kummer teilhaben
➢ Vermeiden Sie es nicht über das, was Sie erlebt haben, zu sprechen. Ergreifen Sie jede
Gelegenheit, das Geschehene miteinander Revue passieren zu lassen. Gönnen Sie es sich, Teil einer
Gruppe von Menschen zu sein, denen Sie sich zugehörig fühlen oder die Sie mag.
➢ Täuschen Sie nicht vor, unverletzbar zu sein, und seien Sie bereit Unterstützung anzunehmen.
➢ Erwarten Sie nicht, dass Erinnerungen rasch verschwinden, die Bilder und Emotionen werden Sie
noch eine ganze Weile begleiten.
➢ Beschäftigt zu sein, indem Sie anderen helfen oder leichte Aufgaben zu machen kann eine
Erleichterung sein. Überaktivität ist jedoch nicht gut, da die Aufmerksamkeit und die Hilfe, die Sie
selbst benötigen, dadurch in den Hintergrund gedrängt werden.
➢ Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um zu schlafen, auszuruhen, nachzudenken und bei ihren
Freunden und Angehörigen zu sein. Sie benötigen Ablenkung und Ruhe.
➢ Seien Sie, was ihre Bedürfnisse angeht, deutlich und ehrlich gegenüber ihren Familien, Freunden
und Kollegen. Erzählen Sie also, welche Anliegen oder Wünsche Sie haben.
➢ Versuchen Sie, wenn die erste Phase heftiger Emotionen vorüber ist, ein so ormales Leben wie
nur möglich zu führen. Lange zu Hause zu bleiben hilft ihnen nicht weiter, es bewirkt eher das
Gegenteil. Versuchen Sie weiterzuarbeiten oder die Arbeit möglichst schnell wiederaufzunehmen.
Vermeiden Sie jedoch eindringliche oder schwierige Situationen.
➢ Umgeben Sie sich mit allem was lebt: Menschen, Tiere, Pflanzen
➢ Versuchen Sie Ihre Emotionen niederzuschreiben, oder in Malereien oder Musik umzusetzen.
➢ Seien Sie im Straßenverkehr vorsichtiger als vorher, und passen Sie bei gefährlichen Aktivitäten
noch besser auf.
➢ Seien Sie darauf vorbereitet, dass nicht jeder verständnisvoll und einfühlsam auf ihre
Schwierigkeiten oder Ihre Geschichte reagieren wird.
➢ Denken Sie daran, dass die überwältigenden Gefühle auf die Dauer verblassen werden.
➢ Denken Sie daran, dass ein belastendes Ereignis Gefühle früherer Verluste wieder aufwühlen
kann.
➢ Vermeiden Sie es so weit wie möglich, wichtige Lebensentscheidungen und Beschlüsse zu treffen.
Das hat Zeit.

➢ Wenn Sie keine ausreichende Unterstützung erhalten, zögern Sie nicht, selbst die Initiative zu
übernehmen. Es zeigt sich häufig, dass der andere es sehr schätzt, ins Vertrauen gezogen zu werden.
➢ Bedenken Sie, dass eine Beziehung stärker und fester ist, wenn Geben und Nehmen im
Gleichgewicht sind. Wie schwierig Sie es auch finden und wie viel Schwierigkeiten es ihnen auch
bereitet, reden Sie aus diesem Grunde nicht nur über sich selbst. Machen Sie es sich zur Gewohnheit,
sich nach dem Wohlergehen des anderen zu erkundigen.
➢ Bedenken Sie, dass mangelnde Reaktionen nicht bedeuten, dass Menschen in Ihrer Umgebung
kein Interesse für Sie zeigen oder ihnen nicht helfen möchten. Viele Menschen möchten
Unterstützung geben, aber wissen nicht, wie Sie vorgehen sollen. Einige werden ihnen ausweichen,
weil die Situation sie selbst in Verlegenheit bringt.
➢ Führen Sie mit Leidensgenossen keinen Wettkampf, wer am Schlimmsten betroffen ist.
➢ Bedenken Sie, dass Vergebung (sich selbst) ein essenzieller Bestandteil des Heilungsprozesses ist.
➢ Versuchen Sie den Tagesablauf, wie er vor dem einschneidenden Ereignis war, möglichst
beizubehalten.
➢ Seien Sie mit der Einnahme von Schlafmitteln, Antidepressiva und Tranquilizern sehr
zurückhaltend.
➢ Lesen Sie diese Ratschläge mehrmals.